MUSTANG - Tibetisches Kleinkönigreich im Himalaya


Eingebettet zwischen Annapurna-Massiv und der gewaltigen tibetischen Platte verbirgt sich das faszinierende Königreich Mustang. Politisch zu Nepal gehörend, war es für Touristen während fast 30 Jahren verbotene Zone und wurde erst 1992 behutsam für "sanften Tourismus" geöffnet.

Landschaftlich erinnert in diesem buddhistischen und auf drei Seiten von Tibet umgebenen Land vieles an Tibet: karge, aber um so faszinierendere Hochebenen, ewig scheinende Weiten - einzigartig! Mag sein, dass hier der eine oder andere an die Grenzen seiner Seele stösst und das Gefühl bekommt, der Unendlichkeit zu begegnen.

Der Zutritt ist auf wenige Touristen pro Saison limitiert und mit restriktiven Auflagen verbunden. Dies zwecks Wahrung der Kultur und Erhalt der Traditionen sowie zum Schutze der Natur.

Im Mai 1995 durfte ich eine erste Gruppe nach Mustang führen. Die damaligen Gäste waren derart fasziniert von diesem Königreich, den dort lebenden Menschen, deren tibetische Kultur und vor allem von der sagenhaft schönen Landschaft, dass Mustang seither einen festen Platz im Tourenprogramm hat.

Mustang ist Trekking und Pilgerreise in einem. Das nachfolgende Zitat eines ehemaligen Gastes sagt fast alles: "Auch heute noch, mehrere Wochen nach Rückkehr von dieser einmaligen Reise, habe ich das Gefühl, wie in einem Traum durch diese sagenhat schöne Landschaft gewandert zu sein."

 
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Kagbeni, 2850 m ü.M., Eingangspforte zu Mustang.
Unendliche Weiten dominieren die Landschaft.
     


Reisedaten Mustang

● 05.-26.04.2012 (über Ostern)
● 09.-30.09.2012
● Ostern 2013

Je nach Nachfrage gelegentlich Zusatzreise an anderem Datum.
Platzverfügbarkeit siehe Tourenübersicht)

Kosten

"fast-alles-inklusive-Preis" für 22 Tage: 
- Fr. 6'710.-- inkl. Ausflug Richtung tibetische Grenze 
- Fr. 6'560.-- ohne Tagesausflug Richtung tibetische Grenze
Im Preis bereits enthalten die Sonderbewilligungsgebühr "upper Mustang" von 650 $ pro Person.
Zusatzkosten sind gering, siehe Detailbeschrieb. Den Prospekt zum Schnuppern können Sie hier downloaden.

Reisezeit / Wetter

In dem im Regenschatten des Himalaya liegenden Mustang ist es meist niederschlagsfrei. Im Frühjahr und September ist es tagsüber auch auf über 3000 m Höhe warm, und oft kann bei Temperaturen von 20 Grad und mehr in leichten Wanderhosen gelaufen werden. Nachts kühlt es ab, es wird jedoch nie richtig kalt. Die vorherrschenden Nachttemperaturen von vielfach um die 10 Grad sind mit einem warmen Schlafsack, auf Wunsch kostenlos von uns zur Verfügung gestellt, problemlos auszuhalten.

Anforderungen

Das Trekking kann, von den Tagesetappen und von der Höhe her, in der wir uns befinden, auf dem Hinweg als mittelstreng und auf dem Rückweg als streng bezeichnet werden. Täglich sind viereinhalb bis fünfeinhalb, auf dem Rückweg dann, nachdem man bereits gut akklimatisiert ist, dreimal auch fast Stunden, zu wandern. Die ersten zwei Tage gibt die Tourenleitung das Tempo an und achtet darauf, dass nicht zu schnell gelaufen wird. Dadurch sollten Höhenprobleme grösstenteils vermieden werden. Die für unseren Körper ungewohnte Höhe von 2700 bis 4200 Metern und die Lage Mustangs fern ab der Zivilisation setzen Gesundheit und eine gute körperliche Verfassung voraus.

Das Trekking stellt technisch keine besonderen Anforderungen dar, setzt aber Trittsicherheit (sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) voraus. Meist verläuft die Wegstrecke auf breiten Karawanenwegen, selten über schmale Bergpfade, welche die Dörfer miteinander verbinden. Es sind jedoch nur wenige und ganz kurze ausgesetzte Passagen vorhanden, welche auch von den Maultieren passiert werden. Auf dem Hinweg sind die Auf- und Abstiege mässig steil, auf dem Rückweg hat es teils steilere Etappen, die jedoch ohne bergsteigerische oder technische Schwierigkeiten zu überwinden sind.

Alles Material wird auf Pferden und Maultieren mitgeführt. Dazu kommt die Küchenmannschaft, die aus rund 10 Personen besteht. Sie selbst tragen nur einen leichten Tagesrucksack auf sich.

Laufdistanz

Für den Hinweg nach Mustang nehmen wir uns 6 Tage Zeit, für den Rückweg 5. An diesen insgesamt 11 Lauftagen legen wir eine Distanz von über 170 Kilometern zurück, was einen Tagesdurchschnitt von rund 15 Kilometern ergibt.

Verpflegung

Das Essen ist gut, abwechslungsreich und reichhaltig. Dreimal täglich gibt es eine warme Mahlzeite. Auch mittags wird somit gekocht, wodurch sich erholsame Mittagspausen von jeweils an die 1 ½ Std. ergeben.

Wichtiger Hinweis: Als einer der wenigen Veranstalter biete ich Ihnen 11 volle Tage in Mustang, woraus sich ein überaus harmonischer Ablauf mit genügend Zeit, auch in Lo Manthang selbst, ergibt! Zudem besteht die Möglichkeit, in Lo Manthang den alten Königspalast zu besuchen und einen Ausflug in Richtung tibetische Grenze, wofür eine zusätzliche Regierungsabgabe zu entrichten ist. Diese Ausflugsmöglichkeit bieten wenige Anbieter an.

Bei Interesse an dieser speziellen Reise verlangen Sie bitte unbedingt den umfassenden Detailbeschrieb und besuchen Sie einen meiner Dia-Vorträge. Den Prospekt zum Schnuppern können Sie hier downloaden.

     

Reiseablauf

1. Tag: Am Nachmittag Abflug ab Zürich mit Thai Airways-Linienflug (gelgentlich auch Qatar Airways) nach Kathmandu.

2. Tag: Ankunft in Kathmandu gegen Mittag und erster Spaziergang durch die pulsierende Hauptstadt, Schmelztiegel verschiedener Völker, Religionen und Schnittpunkt zwischen Moderne und Mittelalter. Übernachtung im Hotel Everest.

3. Tag: Geführte Besichtigungstour durch Kathmandu mit seinen Sehenswürdigkeiten. Übernachtung Hotel Everest.

4. Tag: Heute steht einer der wohl eindrücklichsten Flüge Ihres Lebens auf dem Programm: ein Flug zwischen Dhaulagiri und Annapurna-Gebirge hindurch, hinein in die tiefste Schlucht der Welt, dem Kaligandaki-Tal folgend bis hinauf nach Jomsom auf 2700 m. Nach Ankunft erfolgt Wanderung, 3 ½ Std. (= reine Laufzeit), 9,5 km, bis Kagbeni auf 2’850 m. Ab nun schlafen wir in geräumigen Zweierzelten, und ein mitreisender Koch ist für unser leibliches Wohl besorgt.

Vom 5. - 17. Tag trennen sich nun unsere Wege von denjenigen der "Normaltrekker": Wir treten ein in das nur mit Sondererlaubnis zugängliche Gebiet vom oberen Mustang. Wir wandern auf einem berühmten Karawanenweg bis nach Lo Manthang, das wir nach fünf Tagen erreichen - einsamer sind wohl nur wenige Trekkingpfade in Nepal. Unterwegs treffen wir ab und zu auf Yak- und Maultier-Karawanen, die vom fernen Tibet her mit Gütern Richtung Jomsom und wieder zurück ziehen. Nachfolgend die Etappen im Detail:

5. Tag: Kagbeni - Chele, 5 ½ Std., 16 km, Übernachtung auf 3’080 m.

6. Tag: Chele - Bhena, 4 ½ Std., 10,5 km, Übernachtung auf 3'780 m.

7. Tag: Bhena - Ghami, 5 ½ Std., 17 km, Übernachtung auf 3'580 m.

8. Tag: Ghami - Trakmar - Lo Ghekkar - Tsarang, 6 Std., 17 km, Übernachtung auf 3'500 m. Wahlweise besteht heute auch die Möglichkeit, den direkten Weg nach Tsarang einzuschlagen, 3 ½  Std., 10 km.

9. Tag: Tsarang - Lo Manthang, Hauptort vom oberen Mustang, 5 Std., 13 km, Übernachtung auf 3800 m.

In Lo Manthang angekommen, schlagen wir unsere Zelte vor einer Lo Manthang wie eine Festung umgebenden Mauer auf - hier geht der Wunschtraum eines jeden Himalayafreundes in Erfüllung! Wir nehmen uns gut zwei Tage Zeit, den auf 3800 Metern gelegenen Hauptort mit seinen engen Gassen, seinen rund 800 Einwohnern, dem buddhistischen Kloster, dem Königspalast und der Umgebung zu erkunden.

Die umliegende Landschaft ist karg aber um so faszinierender, ähnlich einer Mondlandschaft. Die Stimmung mit den vergletscherten Himalaya-Riesen im Hintergrund, der in allen Erdtönen leuchtenden Landschaft, den alten Häusern und den rot bemalten Klöstern ist einzigartig!

In Lo Manthang bleiben wir zwei volle Tage und unternehmen auch einen Ausflug zum alten Königspalast und in Richtung tibetische Grenze mit Besuch von Garphu und den einzigartigen Felsenwohnungen in Nyphu. Dieser überaus lohnende Abstecher wird von wenigen Reiseveranstaltern angeboten. Nur von hier geniesst man den wunderschönen Panoramablick über Lo Manthang mit der Himalaya-Kette im Hintergrund (siehe nächstes Bild).

Auf dem nicht minder interessanten Rückweg, auf vielfach anderer Route als der Hinweg, haben wir Gelegenheit, die Vielzahl der Eindrücke etwas zu verarbeiten und auf uns wirken zu lassen. Für wenige Tage waren wir Gast in einem nur 3000 km2 grossen Königreich, abseits der Touristenpfade und abseits der hochtechnisierten Welt. Zu Gast, wenn man so will, im Mittelalter. Nachfolgend der Rückweg im Detail (Hinweis: Seit 2006 neuer Rückweg auf der seltener begangenen Route östlich des Kaligandakis auf dem traditionellen Winterpfad):

12. Tag: Beginn des Rückmarsches, Lo Manthang - Yara, 5 ¾ Std., 17 km, Übernachtung auf 3615 m.

13. Tag: Yara - Tange, 5 ½ Std., 16 km, Übernachtung auf 3370 m.

14. Tag: Tange - Paha, 4 Std., 9 km, Übernachtung auf 4080 m.

15. Tag: Paha - Tettang, 5 ¾ Std., 15,5 km, Übern. auf 3010 m.

16. Tag: Tettang - Muktinath, 5 ½ Std., 14,5 km, Übern. auf 3650 m.

17. Tag: Muktinath - Jomsom, 4 ¾ Std., 18 km, Übern. auf 2700 m.

18. Tag: Am Morgen fliegen wir zurück von Jomsom nach Pokhara, wo wir zum Mittagessen in unserem Hotel eintreffen. Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug und besichtigen Pokhara mit seinen Sehenswürdigkeiten. Übernachtung in der idyllischen, direkt am See gelegenen Fishtail Lodge. Gleichzeitig dient uns dieser Tag als Reservetag in Jomsom, falls wir wegen schlechten Wetterverhältnissen nicht von Jomsom ausfliegen können.

19. Tag:  Am Morgen Rückflug nach Kathmandu, nachmittags Möglichkeit, bislang noch nicht besuchte Sehenswürdigkeiten von Kathmandu zu besichtigen. Übernachtung Hotel Everest

20. Tag: Am Morgen relaxen und letzte Möglichkeit für Souvenirkauf. Nachmittags Rückflug mit Thai Airways-Linienflug nach Zürich.

21. Tag: Landung in Zürich, wo drei überaus erlebnisreiche und eindrückliche Wochen zu Ende gehen - ein Nepal-Trekking berührt das Herz, aber Mustang dürfte Ihre Seele berührt haben.

 
Maultiere tragen unsere Lasten.
Besinnlicher Ausblick auf Ghami.
Kinder, ein dankbares Sujet in Mustang.
Erkundungstour durch den Hauptort Lo Manthang.
Besuch einer Klosterschule.
Unsäglich schöne Felsformationen auf dem Rückweg.
Chörten, buddhistische Bauwerke am Wegrand.
 
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